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Kammerabend - Mitglieder der Sächs. Staatskapelle und Prof. Schütze

Titelbild Kammerabend - Mitglieder der Sächs. Staatskapelle und Prof. Schütze

Kammermusik in leuchtenden Farben – Ein Abend zwischen Poesie und Monumentalität

Ein außergewöhnliches Kammerkonzert vereint Werke von der Spätromantik bis in die Klassische Moderne und stellt dabei einen Höhepunkt der Gattung in den Mittelpunkt: das monumentale Sextett von Ernst von Dohnányi.

Das Programm eröffnet mit dem innigen Cantabile aus der „Serenade“ op. 93 von Hans Gál – ein Werk von lyrischer Wärme und sanglicher Eleganz. Es folgt die klangschöne „Villanelle“ für Horn und Klavier von Paul Dukas, die mit virtuoser Brillanz und französischem Esprit begeistert. Mit drei Sätzen aus den „Märchenerzählungen“ op. 132 führt Robert Schumann in eine poetische Welt zwischen Innigkeit und leidenschaftlicher Dramatik. Die ausgewählten Sätze spiegeln Schumanns feinsinnige Klangsprache in nuancenreicher Kammermusikbesetzung. Die „Bergerettes“ H 275 von Bohuslav Martinů bringen folkloristisch inspirierte Frische und rhythmische Raffinesse ins Programm. In den einzelnen Sätzen entfaltet sich eine lebendige, farbenreiche Klangwelt.

Im Zentrum des Abends steht das Sextett für Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier op. 37 von Ernst von Dohnányi – ein selten gespieltes Meisterwerk der Kammermusik. Mit seiner außergewöhnlichen Besetzung und sinfonischen Dimension sprengt das Werk beinahe die Grenzen der Gattung. Bereits das eröffnende Allegro appassionato beeindruckt durch leidenschaftliche Dramatik und dichte thematische Arbeit. Im Intermezzo – Adagio entfaltet sich eine klangliche Tiefe von nahezu orchestraler Farbigkeit, bevor das Allegro con sentimento zu großer Ausdrucksintensität findet. Das Finale (Allegro vivace, giocoso) schließlich verbindet Virtuosität, Humor und überschäumende Spielfreude zu einem glanzvollen Abschluss. Dohnányis Sextett gilt als Gipfelwerk seiner Kammermusik: spätromantische Klangfülle, raffinierte Harmonik und ein fein ausbalanciertes Zusammenspiel der sechs Instrumente verschmelzen zu einem monumentalen, zugleich transparenten Klangkörper. Die Kombination von Klarinette und Horn mit dem klassischen Klavierquintett-Apparat schafft eine außergewöhnliche klangliche Weite – kammermusikalisch intim und doch von sinfonischer Strahlkraft.

Dieses Konzert verspricht einen facettenreichen Abend, der die ganze Bandbreite kammermusikalischer Ausdruckskraft erlebbar macht – von inniger Kantabilität bis hin zu monumentaler Klangarchitektur.

Es musizieren:
Marcello Enna - Viola 

Karten zum Preis von 20,00 € erhalten Sie in der Stadtverwaltung Neusalza-Spremberg

Tel.: 035872 36110

E-Mail: stadt@neusalza-spremberg.de

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